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Lese-Rechtschreib-Schwäche

Als Lese-Rechtschreib-Schwäche bezeichnet man eine gravierende Beeinträchtigung im Erlernen von Lesen und Schreiben, die sich nicht durch unzureichende Beschulung, mangelnde Intelligenz, Erkrankungen oder soziale Probleme erklären lässt. Beeinträchtigt ist die Fähigkeit, Buchstaben, Silben und Worte lesen zu lernen oder gelesene Worte wieder zu erkennen und vorzulesen. Fast immer ist auch das Erlernen der Rechtschreibung beeinträchtigt.

Nach einer umfassenden Anamnese wird eine ausführliche Diagnostik erstellt. Diese umfasst bei Verdacht auf Lese-Rechtschreib-Schwäche standardisierte Tests zur Ermittlung der Lese- und Rechtschreib-Leistung und ein erweitertes Instrumentarium, das die phonologische Bewusstheit, Sprachkompetenz und alle angrenzenden wichtigen Gebiete wie z.B. Gesamtentwicklung und Feinmotorik untersucht.

Nach Auswertung aller erhobenen Daten findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, indem Lösungsansätze und wenn nötig ein auf den Patienten zugeschnittener Therapieplan besprochen werden.

Über die oben genannten Schwerpunkte hinaus beinhaltet jede Lerntherapie Maßnahmen zur Förderung des Selbstbewusstseins und der Lernmotivation. Die Kinder bzw. Jugendlichen erhalten Aufgaben für die selbstständige Lernschrittumsetzung zu Hause. Eine regelmäßige Elternberatung und wenn gewünscht Kontakt zur Schule und anderen Bezugspersonen sind in der Therapie integriert.

Die Therapieform (Einzeltherapie oder Kleingruppe), Therapiefrequenz sowie die Therapiedauer sind individuell auf jeden Patienten zugeschnitten.