








Dyskalkulie
Als Dyskalkulie bezeichnet man eine Lernstörung beim Umgang mit mathematischen Operationen, die nicht durch ungenügende Beschulung, mangelnde Intelligenz oder soziale Probleme zu begründen ist. Viele Kinder und Jugendliche zeigen große Schwierigkeiten im Bereich des räumlichen Vorstellungsvermögen und der Mengen-
vorstellung. Sie zeigen verfestigte Zählstrukturen, die als einzige Lösungsstrategie angewandt wird. Auch Intermodalität - das Wechseln von der sachlichen Ebene zur abstrakten Ebene und umgekehrt - ist oft nicht ausreichend entwickelt.
Bei Verdacht auf Dyskalkulie werden neben einer ausführ-
lichen Anamnese und den Verfahren zur Erhebung des grundlegenden Entwicklungsstandes, standardisierte Rechentests durchgeführt.
Nach Auswertung aller erhobenen Daten findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt, indem Lösungs-
ansätze und wenn nötig ein auf den Patienten zugeschnittener Therapieplan besprochen werden.
Jede Lerntherapie integriert Maßnahmen zur Förderung des Selbstbewusstseins und der Lernmotivation. Die Kinder bzw. Jugendlichen erhalten Aufgaben für die selbstständige Lernschrittumsetzung zu Hause. Eine regelmäßige Elternberatung und wenn gewünscht Kontaktaufnahme zur Schule und anderen Bezugspersonen sind in der Therapie integriert.
Die Therapieform (Einzeltherapie oder Kleingruppe), Therapiefrequenz sowie die Therapiedauer sind auf jeden Patienten individuell zugeschnitten.

